Resilienz

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Resilienz durch Selbstführung

Quality Time im Arbeitsleben

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Viele Menschen arbeiten andauernd zu viel. Viel zu arbeiten gilt immer noch als Indikator für Leistungsbereitschaft und Erfolg. Vielfach brüsten sich besonders Führungskräfte stolz, ein tägliches Arbeitspensum von 10 – 12 Stunden zu bewältigen. Sie erwarten dies auch von ihren Mitarbeitern und beklagen eine zunehmend mangelnde Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit, insbesondere der Generation Y. Sie kritisieren, dass den jungen Mitarbeitern „nur“ ihre Life-Balance wichtig sei und sie nicht bereit sind, Arbeitszeiten regelmäßig über das vereinbarte Maß hinaus zu akzeptieren.

Gut so! Denn erst eine gesunde...

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Resilienz durch Selbstführung

Quality Time im Arbeitsleben

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Viele Menschen arbeiten andauernd zu viel. Viel zu arbeiten gilt immer noch als Indikator für Leistungsbereitschaft und Erfolg. Vielfach brüsten sich besonders Führungskräfte stolz, ein tägliches Arbeitspensum von 10 – 12 Stunden zu bewältigen. Sie erwarten dies auch von ihren Mitarbeitern und beklagen eine zunehmend mangelnde Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit, insbesondere der Generation Y. Sie kritisieren, dass den jungen Mitarbeitern „nur“ ihre Life-Balance wichtig sei und sie nicht bereit sind, Arbeitszeiten regelmäßig über das vereinbarte Maß hinaus zu akzeptieren.

Gut so! Denn erst eine gesunde Distanz zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Erwartungen im Arbeitsleben schafft die Basis für gesunden Erfolg und hohe Arbeitsqualität.

In der modernen Arbeitswelt kommt es darauf an, kreativ Ideen zu entwickeln und Innovationen umzusetzen. Vielfältige Perspektiven und komplexe Zusammenhänge müssen schnell und flexibel erfasst, analysiert und kritisch hinterfragt werden. Schwierigkeiten und Probleme sind vorprogrammiert und verlangen nach innovativen Lösungen. Ständige Umbrüche und Veränderungen gehören zum Alltag. Jeder einzelne muss sich immer wieder neu darauf einstellen und anpassen. Das erfordert mentale Kompetenzen, die sich nicht unter Druck und Überlastung einstellen.

Neurowissenschaftliche Forschungen zeigen, dass der menschliche Geist nicht grenzenlos belastbar ist. Wer übermäßig lange arbeitet, ist nicht kreativ, macht vermehrt Fehler, kann sich schlecht konzentrieren und riskiert langfristige psychische oder physische Erkrankungen.  

Es ist gut und förderlich für den Unternehmenserfolg, wenn Menschen leistungsbereit sind, gleichzeitig aber sich selbst als Person mit eigenen Bedürfnissen ernst nehmen. Das ist kompetente Selbstführung, eine Basiskompetenz für Resilienz. Resilienz hat nichts mit Härte gegen sich selbst zu tun. Gemeint ist vielmehr seelische Elastizität. Menschen mit einer ausgeprägten Resilienz können sich flexibel an herausfordernde Anforderungen anpassen und haben ein intaktes seelisches Immunsystem. Dafür braucht es neben dem beruflichen Engagement auch Zeit für persönliche Aktivitäten.

Forschungen zeigen, dass Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, mit einer ausgeprägten Resilienz, erfolgreicher sind. Was unterscheidet sie von den anderen Menschen? Sie können ihre unterschiedlichen Lebensbereiche, sich selbst als Person und ihre beruflichen Rollen getrennt und mit einer gesunden Distanz wahrnehmen. Sie entscheiden sich bewusst, welchen Bedürfnissen und Erwartungen sie wann und in welchem Umfang Raum geben. Auch unter großem Stress können sie ihre Impulse effektiv und zielorientiert steuern und sich persönlich von Ärger distanzieren. Sie führen sich selbst diszipliniert, sodass sie sich leistungsstark und engagiert den Anforderungen in ihrer beruflichen Rolle widmen, ohne in die Überlastung zu geraten. Dabei hilft Ihnen, dass sie auch anderen Themen und Interessen Raum und Zeit geben. Sie sind neugierig und offen und haben vielfältige Interessen, auch über die beruflichen Themen hinaus. Sie sind aktiv, kommunikativ und pflegen auch außerhalb des Jobs ein soziales Beziehungsnetz. Das alles trägt zu geistiger Flexibilität, Souveränität und Wohlbefinden bei und wirkt sich positiv auf die Arbeitsergebnisse aus. Weniger zu arbeiten bedeutet am Ende, erfolgreicher zu arbeiten.

Eine Arbeitswelt, die aus der Balance geraten ist, schädigt die Gesundheit der Menschen und ihre Leistungsfähigkeit und damit den Unternehmenserfolg. Wandel ist dringend nötig. Wandel hin zu einer neuen Qualität der Arbeit. Eine Qualität geprägt von Lebensqualität und Menschenwürde. Zeit für persönliche Entfaltung auch außerhalb der Arbeitswelt ist dafür unerlässlich. Erst das Wechselspiel zwischen Arbeit und Privatleben schafft einen gesundheits- und leistungsförderlichen Rahmen. Die Freiheiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind erst dann vorteilhaft, wenn Platz für arbeitsfremde Themen und Zeiten selbstverständlich wird. Darauf zu achten, ist die Verantwortung jedes Mitarbeiters selbst, aber auch Teil der unternehmerischen Verantwortung. Die Entwicklung und Etablierung Resilienz fördernder Konzepte in der Führungs- und Unternehmenskultur ist Teil dieser Verantwortung und trägt nachhaltig zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenserfolgs bei.

Es ist nicht mehr zeitgemäß, Menschen als zu minimierenden Kostenfaktor, als Ressource oder als Objekt entgrenzter Leistungsbegierde zu betrachten.

Erst Arbeit, die den Menschen mit seinen vielfältigen Bedürfnissen respektiert und Kraft für arbeitsfremde Themen lässt, ist menschenwürdige Arbeit mit hoher Ergebnisqualität.

Weitere Informationen: Julitta Rössler

mail@remove-this.julitta-roessler.de

 

 

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Menschlich Reife als Ziel der Persönlichkeitsentwicklung

Das Ich-Entwicklungs-Profil

Zu Beginn dieses Monats habe ich mich bei Dr. Thomas Binder in Berlin zur Anwendung des Ich-Entwicklungs-Profils™ zertifizieren lassen. Dieses Persönlichkeits-Profil basiert auf intensiver 40-jähriger Forschungsarbeit von Jane Loevinger und bietet faszinierende Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen von Coaching- und Beratungsprozessen.

Jane Loevinger konnte in über 40-jähriger Forschungsarbeit empirisch belegen, dass die persönliche Entwicklung des Menschen als Prozess und in neun aufeinanderfolgenden Stufen abläuft. Keine der Stufen kann übersprungen werden. Die Endstufe der persönlichen Entwicklung ist individuell...

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Menschlich Reife als Ziel der Persönlichkeitsentwicklung

Das Ich-Entwicklungs-Profil

Zu Beginn dieses Monats habe ich mich bei Dr. Thomas Binder in Berlin zur Anwendung des Ich-Entwicklungs-Profils™ zertifizieren lassen. Dieses Persönlichkeits-Profil basiert auf intensiver 40-jähriger Forschungsarbeit von Jane Loevinger und bietet faszinierende Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen von Coaching- und Beratungsprozessen.

Jane Loevinger konnte in über 40-jähriger Forschungsarbeit empirisch belegen, dass die persönliche Entwicklung des Menschen als Prozess und in neun aufeinanderfolgenden Stufen abläuft. Keine der Stufen kann übersprungen werden. Die Endstufe der persönlichen Entwicklung ist individuell unterschiedlich. Nicht jeder Mensch durchläuft alle neun Stufen. Die Entwicklung der meisten Menschen endet auf einer der mittleren Entwicklungsstufen im Bereich der sogenannten konventionellen Ebene. Das ist absolut wertfrei. Jede Stufe hat ihre eigene Bedeutung und Entwicklungsqualität.

StufennummerEntwicklungsstufeEbenenHäufigkeit in % 
(Erwachsene)
E 2Impulsgesteuerte Stufevor-
konventionell

5 %

E 3Selbstorientierte Stufe
E 4Gemeinschaftsbestimmte Stufekonventionell12 %
E 5Rationalistische Stufe38 %
E 6Eigenbestimmte Stufe30 %
E 7Relativierende Stufepost-
konventionell
10 %
E 8Systemische Stufe4 %
E 9Integrierte Stufe1 %
E 10Fliessende Stufe

 

Die Stufen unterscheiden sich durch eine unterschiedliche Sicht auf sich selbst, auf andere und auf die Welt. Mit jeder weiteren Stufe wird diese Sicht umfassender und differenzierter. Daraus resultiert eine von Stufe zu Stufe verschiedene Handlungs- und Denklogik. Stufe sechs ist die erste voll ausgereifte Stufe eines erwachsenen Ich. Menschen auf dieser Stufe treffen erstmalig Entscheidungen nicht, weil andere es so wollen, sondern weil sie selbst sie für richtig halten. Regeln werden auf ihre Angemessenheit hin überprüft und hinterfragt. Die Fähigkeit zu Selbstreflexion und auch zu Selbstkritik entsteht.

Menschen der konventionellen Stufen vier, fünf und sechs sind sozialisierte und anerkannte Mitglieder der Gesellschaft. Sie akzeptieren den von außen vorgegebenen Rahmen und orientieren ihr Handeln und Denken daran. 

Ab Entwicklungsstufe sieben sehen die Menschen Regeln, Erwartungen und Strukturen als prinzipiell veränderbar und individuell konstruierbar an. An die Stelle des Wunsches nach Ähnlichkeit und Zugehörigkeit zu sozialen Systemen tritt das Bedürfnis nach Einflussnahme und Veränderung. Situationen werden nicht mehr als vorgegeben und statisch gesehen, sondern als beeinflussbar und gestaltbar. Menschen in dieser sogenannten postkonventionellen Ebene können andere und neue Perspektiven einnehmen, in komplexen Zusammenhängen denken und hinterfragen sich selbst und andere. Sie können die Andersartigkeit anderer Menschen akzeptieren und haben ein starkes Bedürfnis, sich weiter zu entwickeln. Fehler, Umbrüche und Veränderungsnotwendigkeiten sehen sie als Anlass für Lernen, nicht als Bedrohung.

Menschen auf dieser Ebene erreichen einen hohen Grad an persönlicher Freiheit und übernehmen Selbstverantwortung. Sie agieren strategisch, agil und autonom.

Arbeit 4.0 braucht die Reife, Haltung und Flexibilität im Denken und Handeln wie sie Menschen mit einem Reifegrad jenseits der konventionellen Ebene haben. 

Tools und Techniken, wie sie in klassischen Weiterbildungsformaten vermittelt werden, sind dafür wenig hilfreich.

Die Anwendung des Ich-Entwicklungs-Profils™ im Rahmen eines individuellen Beratungs- und Coachingprozesses ist ein dagegen hervorragender Ansatz in der Führungskräfte- und Mitarbeiterentwicklung, um Persönlichkeitsentwicklung zukunftsorientiert hin zu Reife und Agilität zu fördern.

Sind Sie neugierig geworden? Möchten Sie Ihr Mitarbeiter und Führungskräfte hin zu Reife und zukunftsfähiger Handlungskompetenz entwickeln? Dann sollten wir uns kennenlernen. 

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Vortrag am 28.04.2017 in Husum

Resilienz – Ressourcenorientiertes Ziel im Coaching

Am vergangenen Freitag durfte ich im Auftrag des größten internationalen Coachingverbandes (ICF International Coachfederation) in Husum einen Vortrag zum Thema Resilienz-Coaching halten. Es war ein toller Abend. Vielen Dank für die...

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Vortrag am 28.04.2017 in Husum

Resilienz – Ressourcenorientiertes Ziel im Coaching

Am vergangenen Freitag durfte ich im Auftrag des größten internationalen Coachingverbandes (ICF International Coachfederation) in Husum einen Vortrag zum Thema Resilienz-Coaching halten. Es war ein toller Abend. Vielen Dank für die Einladung und die perfekte Organisation durch Friederike Frey, zertifizierter Coach und Chapterhost des ICF in Nordfriesland.

Vielen Dank auch an die zahlreichen Teilnehmer(innen). Nie wieder werde ich behaupten, dass die „Nordlichter“ dröge, wortkarg, unzugänglich oder gar unnahbar sind. Nein, an diesem Abend bin ich eines Besseren belehrt worden! Wortkargheit ist etwas Anderes. Es gab viele bereichernde und von großer Professionalität geprägte Beiträge und Fragen aus dem Publikum. Und das Ganze noch gewürzt mit einer Portion Leichtigkeit und Humor. So macht ein Vortrag richtig Spaß 

Danke auch für das wohltuende und sehr positive Feedback. Die teilweise sehr persönlichen und äußerst wertschätzenden Rückmeldungen machen mich stolz. Das sind die Momente, wo ich Sinn in meiner Arbeit erlebe. Was gibt es Schöneres?

Schön zu hören war, dass Resilienz auch im Norden Deutschlands eine wachsende Bedeutung hat. Weiterbildungsinstitute räumen dem Thema eine hohe Priorität ein und suchen Spezialisten dafür. Unternehmen erkennen die Bedeutung des Themas für betriebswirtschaftlichen Erfolg. Resilienz ist bereits als individuelle Maßnahme der Verhaltensprävention etabliert. Zunehmend mehr spielt Resilienz aber auch als Maßnahme der Verhältnisprävention im Rahmen von Organisationsentwicklungsmaßnahmen eine Rolle.

Aus den Diskussionsbeiträgen und in den Gesprächen im Anschluss an den Vortrag konnte ich erfahren, dass der Markt für selbständig tätige Coaches in Nordfriesland anders ist als bei mir zuhause im Rheinland. Offenbar gibt es in dieser Region noch viele Vorbehalte und eine große Skepsis Coaching gegenüber. Mein Respekt für alle Kollegen und Kolleginnen, die in diesem Umfeld Ihr Geschäft erfolgreich gestalten.

Ich freue mich über neue Kontakte und Verbindungen in diese Region. Danke auch für die kulinarischen Tipps und für die Hinweise zu tollen Ausflugszielen für meine beiden angehängten Urlaubstage. Nix von Verschlossenheit. Ich habe Offenheit und Gastfreundschaft erlebt. Und ich habe wohltuende Entschleunigung in vielfältiger schöner Natur genossen. Einfach toll!

Ach ja, ich habe auf der Hamburger Hallig das beste Lamm-Stew meines Lebens gegessen! Und man glaubt es kaum, die „Nordlichter“ haben auch richtig guten Wein anzubieten.

Ich komme gerne wieder.

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MEIN LESERBRIEF IN REPORTPSYCHOLOGIE – AUSGABE 03/2017

Blick zurück auf bereits gut bewältigte Krisen hilft

Die Basis der Förderung von Resilienz-Kompetenzen beim Einzelnen ist ein positiver Blick auf sich selbst.  Ein hohes Selbstwertgefühl ist wichtig für die Stärkung von Widerstandskraft. Ich empfehle, Fähigkeiten, Eigenschaften, Eigenarten etc. zu reflektieren, die man an sich selbst mag.

Der Blick zurück auf bereits gut bewältigte Krisen, Herausforderungen und Probleme lohnt ebenfalls. Was war der eigene Anteil, welche Ressourcen habe ich genutzt? Diese Erkenntnisse stärken das Selbstbewusstsein und fördern das Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Auch der Blick auf die ungeliebten Anteile zählt zum aktiven Selbstwertaufbau. Diese Anteile gilt es...

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MEIN LESERBRIEF IN REPORTPSYCHOLOGIE – AUSGABE 03/2017

Blick zurück auf bereits gut bewältigte Krisen hilft

Die Basis der Förderung von Resilienz-Kompetenzen beim Einzelnen ist ein positiver Blick auf sich selbst.  Ein hohes Selbstwertgefühl ist wichtig für die Stärkung von Widerstandskraft. Ich empfehle, Fähigkeiten, Eigenschaften, Eigenarten etc. zu reflektieren, die man an sich selbst mag.

Der Blick zurück auf bereits gut bewältigte Krisen, Herausforderungen und Probleme lohnt ebenfalls. Was war der eigene Anteil, welche Ressourcen habe ich genutzt? Diese Erkenntnisse stärken das Selbstbewusstsein und fördern das Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Auch der Blick auf die ungeliebten Anteile zählt zum aktiven Selbstwertaufbau. Diese Anteile gilt es versöhnlich anzunehmen und als zu uns zugehörig zu akzeptieren. Auch das stärkt das Selbstwertgefühl.

Menschen mit einem positiven Selbstbild fühlen sich nicht als Opfer ungünstiger Bedingungen, sondern glauben an ihre Gestaltungsmöglichkeiten auch in der Krise. Gesunde Selbstliebe ist Schutzfaktor Nummer eins für psychische Gesundheit unter hoher Belastung.

Auf der Ebene des Individuums ist das Resilienz-Konzept ein sinnvoller und valider erforschter Ansatz zur Verhaltensprävention.

Resilienz ist aber auch Thema der Organisationsentwicklung. Ziel ist die Gestaltung von Kulturwandel in Unternehmen. Dabei geht es um Verhältnisprävention, also um Veränderung von belastenden äußeren Rahmenbedingungen.

Resilienz ist persönliches und organisationales Veränderungsmanagement in Reinform und damit eine Kernkompetenz der Zukunft.

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HANDELN, GESTALTEN, SELBSTVERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Darum ist Resilienz eine Kernkompetenz der Zukunft

Meerbusch – Resilienz wird häufig auf eine Form des individuellen Stress- und Krisenmanagements reduziert. Dabei bietet das Resilienz-Konzept weit mehr: Es ist eine Kernkompetenz der Zukunft für klaren, sicheren und eigenverantwortlichen...

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HANDELN, GESTALTEN, SELBSTVERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Darum ist Resilienz eine Kernkompetenz der Zukunft

Meerbusch – Resilienz wird häufig auf eine Form des individuellen Stress- und Krisenmanagements reduziert. Dabei bietet das Resilienz-Konzept weit mehr: Es ist eine Kernkompetenz der Zukunft für klaren, sicheren und eigenverantwortlichen Umgang mit jeglicher Form von Veränderungsnotwendigkeit – egal ob privat oder geschäftlich.

Ein wichtiger Aspekt des Resilienz-Konzeptes ist die Übernahme von Selbstverantwortung. Das setzt Klarheit voraus, Klarheit über Bedürfnisse und Werte im Privaten, über geschäftliche Notwendigkeiten. Klarheit auch über die mit Entscheidungen verbundenen Konsequenzen. Klarheit über den Preis, der zu zahlen ist und die Bereitschaft, ihn zu zahlen oder auch nicht. Klarheit über die möglichen Chancen und deren Nutzen. Am Ende braucht es Mut zu tun, was auf Basis dieser Klarheit richtig und notwendig ist, auch gegen Widerstände von außen. Das ist dann Stärke, wie sie im Resilienz-Konzept gemeint ist. Das ist Stärke, die Entwicklung und Wachstum möglich macht.

Selbstverantwortung heißt, die vorhandenen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume nutzen und sich auf den eigenen Einflussbereich konzentrieren, anstatt über äußere Verhältnisse zu klagen. Und Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume gibt es immer. Es geht im Resilienz-Konzept um eine realistische Haltung zu den Dingen. Die schließt ein, zu erkennen, dass es zwischen der äußeren Realität und der eigenen Reaktion darauf einen Spielraum gibt, den wir eigenverantwortlich gestalten können. So verstanden, bedeutet Selbstverantwortung, sich für mögliche Veränderung zu entscheiden anstatt gegen Unabänderliches zu kämpfen.

Das bedeutet, genau hinsehen, spüren und ergründen, auch wenn es vielleicht unangenehm ist. Manchmal ist der Preis für Entscheidungen, dass Andere verletzt oder ihnen sogar existenzielle Risiken zugemutet werden müssen. Eine Trennung nach langjähriger Partnerschaft geht selten ohne Verletzungen von statten. Wirtschaftlich notwendige Kündigungen von Mitarbeitern bedeuten existenzielle Unsicherheit für sie.

Auch das gehört zur Übernahme von Selbstverantwortung, auszuhalten, dass Veränderung unangenehme Folgen für Andere hat. Selbstverantwortung gibt es nicht als „Wattebausch“. Wer nur darauf bedacht ist, Anderen nicht zu schaden, schadet am Ende sich selbst. Er lebt die Bedürfnisse Anderer und nicht seine eigenen. Ausharren in einer längst nicht mehr glücklichen Partnerschaft bedeutet Gefahr für die psychische Gesundheit. Das „Mitschleifen“ von Mitarbeitern, die dem notwendigen Leistungsprinzip in einem Unternehmen nicht genügen können, bedeutet wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen und damit existenzielle Bedrohung für alle Mitarbeiter.

Resilienz ist weit mehr als Stress- und Krisenmanagement. Resilienz ist tiefe Selbstreflexion, um unter schwierigen Rahmenbedingungen selbstverantwortlich ins Handeln zu kommen und Veränderung zu gestalten.

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RESILIENZ – DER INNOVATIONSMOTOR

Visionär denken, kreativ Ideen entwickeln

Wenn Unternehmen in Deutschland in der digitalen Zukunft erfolgreich sein wollen, ist Erfindergeist, Risikobereitschaft, Kreativität und starkes Selbstvertrauen bei Mitarbeitern und Führungskräften gefragt. Resilienz schafft innere Stärke...

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RESILIENZ – DER INNOVATIONSMOTOR

Visionär denken, kreativ Ideen entwickeln

Wenn Unternehmen in Deutschland in der digitalen Zukunft erfolgreich sein wollen, ist Erfindergeist, Risikobereitschaft, Kreativität und starkes Selbstvertrauen bei Mitarbeitern und Führungskräften gefragt. Resilienz schafft innere Stärke und Widerstandsfähigkeit von Menschen gegenüber Krisen, Schwierigkeiten, Belastungen und Anforderungen jeglicher Art. Maßnahmen zum Aufbau von Resilienz bedeuten demzufolge Kompetenzaufbau für das Unternehmen als Gesamtsystem. Sie dienen dem erfolgreichen Umgang mit dem hohen Innovationsdruck in der digitalen Welt, und sie sind wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg unter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Längst wandern kreative Köpfe aus in andere Länder. Das Silicon Valley in Kalifornien ist ein Beispiel. Dort leben inzwischen mehr als 50.000 Deutsche, die ihre kreativen Geschäftsideen zuhause nicht verwirklichen konnten. Ihr Wunsch nach Freiheit, Experimentierfreudigkeit, ihre Neugier und ihre Sicht auf Scheitern als Chance findet hierzulande nicht den geeigneten Verwirklichungsrahmen. Im Silicon Valley dagegen finden sie das Umfeld, das sie suchen und brauchen.

In Deutschland ist dagegen immer noch eine an Defiziten orientierte Denkkultur etabliert. Angst vor Fehlern aufgrund zu befürchtender negativer Konsequenzen ersticken gute Ideen im Keim. Killerphrasen wie „Das haben wir immer schon so gemacht. Warum sollen wir daran etwas ändern!“ oder „Dafür haben wir kein Geld!“ oder „Das ist viel zu riskant!“ und ähnliche Denkmuster lähmen Innovationskraft.

Für einen Wandel braucht es Kompetenzen bei den Mitarbeitern und Führungskräften, wie sie auch im Resilienz-Konzept zu finden sind. Dazu zählen eine  optimistische Weltsicht, Lösungsorientierung, visionäres Denken, Beziehungskompetenz, Übernahme von Selbstverantwortung und nicht zu Letzt die Wurzel von Resilienz, ein stabiles, starkes und positives Selbstbild.

Mitarbeiter mit ausgeprägter Resilienz können selbstbewusst und selbstsicher für ihre Ideen eintreten. Sie wissen um ihre Möglichkeit, wirksam Einfluss nehmen und gestalten zu können. Sie übernehmen Verantwortung für den Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter, die sich vom Problem weg und hin zur Lösung orientieren können und die kreativ und frei von Angst vor Fehlern visionär Ideen entfalten, sind innovativ und tragen zur Entwicklung technischen Fortschritts bei.

Auch im digitalen Zeitalter wird es weiter menscheln, vielleicht sogar mehr als je zuvor. Die Herausforderungen der Zukunft können nur miteinander bewältigt werden. Gefragt sind Mitarbeiter und Führungskräfte, die über Empathiefähigkeit, Beziehungsfähigkeit und Kommunikationskompetenz verfügen, alles entscheidende Resilienz-Kompetenzen.

Die Faktoren für Resilienz beinhalten auch eine zuversichtliche und am Gelingen orientierte positive Grundhaltung. Im Fokus der Mitarbeiter und Führungskräfte mit hoher Resilienz- Kompetenz sind Chancen, Möglichkeiten und Erfolge. Das schafft eine Kultur der Begeisterungsfähigkeit, der Offenheit für Neues und der Freude am Gelingen. Als Ergebnis entstehen Sinngebung und Verstehen, das Fundament für Leistungsbereitschaft.

Nicht zuletzt bedeutet Resilienz-Kompetenz auch, eigene Belastungsgrenzen zu erkennen und zu achten. Mitarbeiter, die sich derart selbst steuern und die kompetenten Signale ihres Körpers frühzeitig wahrnehmen können, sind seltener krank und fallen seltener langfristig aus. Gesunde Mitarbeiter sind ein wesentlicher betriebswirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Auch hier profitiert das gesamte Unternehmen von der Resilienz-Kompetenz der Mitarbeiter.

Mitarbeiter und Führungskräfte, die über eine hohe Resilienz-Kompetenz verfügen, sind Impulsgeber für technische Entwicklung und Innovation im Unternehmen. Resilienz ist deshalb ein wichtiges Thema auch der Organisationsentwicklung hin zu einer zukunftsfähigen und den Erfolg sichernden Unternehmenskultur. Das setzt ein Umdenken voraus und erfordert parallel zur individuellen Förderung auch die Entwicklung und Förderung von Resilienz stärkenden Unternehmens-und Führungsstrukturen, eben einen kulturellen Unternehmensumbau.

Es lohnt sich, in Resilienz zu investieren.

Weitere Informationen: mail@remove-this.julitta-roessler.de

 

 

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